Commodities Trading by SelMcKenzie
     SelMcKenzie Corporation, Collins Street, Melbourne,Australia

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Commodities Trading by SelMcKenzie

Coffee

Kaffee ist nach Wasser das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt und der Anbau verschafft weltweit rund 125 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt. Der Aufbau einer Kaffeeplantage ist langwierig und kostenintensiv, sodass die Produzenten nur eingeschränkt auf Preisverwerfungen reagieren können. Unterschieden werden zwei Hauptsorten von Kaffee. Die vor allem in Mittel- und Südamerika angebaute Sorte Arabica ist milder und wird in der Regel mit einem Preis­aufschlag gehandelt.  Robusta wächst dagegen überwiegend in sehr heissen Regionen in Afrika und Asien. Der wichtigste Handelsplatz für Kaffee ist das New York Board of Trade (NYBOT), wo ausschließlich Arabica-Kaffee gehandelt wird. Die gehandelten Contracte notieren in US-Cent pro amerikanischem Pfund (Ib) und umfassen 37.500 Ibs. Das entspricht etwa 260 Säcken a 60 Kilogramm (1 Ib = 0,45359 kg). Seit dem Jahr 2000 gibt es an der Londoner Euronext-Liffe auch einen ebenfalls sehr liquiden Kontrakt für Robusta-Kaf-fee. Die Notierung erfolgt in US-Dollar je Tonne. Ein Kontrakt umfasst fünf Tonnen (80 Sack)

MARKTTREND: DieHochzeit des Kaffees liegt weit zurück. In den 70er. wurden in der Spitze Preise von mehr als 4,50 Dollar prc rikanischen Pfund bezahlt. Seitdem entwickelt sich der unter  starken zwischenzeitigen Schwankungen nach und fiel 2001 bis auf ein Tief von 45 Cent zurück. Haupt für die Kaffee-Krise waren eine übermäßige Ausweitur Produktion, die über viele Jahre doppelt so stark wuch die Nachfrage. Verschärft wurde die Situation in 2001/2002 durch eine Rekordernte in Brasilien, dem m stand wichtigsten Erzeugerland. In Reaktion auf den Pre fall, der in vielen stark vom Kaffee-Export abhängigen Lai schwere Folgeprobleme auslöste, wurde ein internataerc Notfall-Plan entwickelt, um den Kaffeepreis zu stabilisi eren. Die Bemühungen zeigen offenbar erste Erfolge, denn dem Tief hat sich der Weltmarktpreis spürbar erholt.

ANGEBOT und NACHFRAGE: Der wichtigste Kaffee-Produzent ist Brasilien,  auf  das rund 30 Prozent der  jährlichen Kaffee-Produktion und des Export-An­gebots entfallen.  Stark aufgeholt hat  in den letzten zehn Jahren Vietnam, die inzwischen drittgrößter Produzent und bereits zweitwichtigster Exporteur sind. Platz drei behauptet Kolumbien. Die größten Kaffee-Importeure sind die USA (20 Prozent) und Deutschland (14 Prozent). Die übrigen EU-15-Staaten (ohne Deutschland) kommen zusammen auf weitere 30 Prozent.

WETTER: Wie bei allen Agrarprodukten spielen die klimatischen Bedin­gungen beim Kaffee-Anbau eine tragende Rolle. Kaffee reagiert sehr empfindlich auf Frost und benötigt eine starke Bewässe­rung. Wasserknappheit kann somit den Ernteertrag reduzieren.

SAISONAUTÄT: Der Kaffee-Preis zeigt ein sehr ausgeprägtes saisonales Mu­ster mit deutlichen Kursrückgängen während der Sommermo­nate, in denen der Kaffee-Konsum in den wichtigsten Abneh­mer-Ländern (USA, Europa) in der Regel zurückgeht. Hinzu kommt (bis Juli) die Gefahr von Winterfrösten bei den me auf der südlichen Halbkugel angesiedelten Plantagen (vor lern Brasilien). Neben der Saisonalität innerhalb eines Jahr spielt aber auch der brasilianische Zwei-Jahres-Emte-Rhythm eine gewichtige Rolle. Dabei wechseln sich Jahre mit sehr hoher Produktion und sehr niedriger Produktion regelmäßig ab.

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Cacao

Der Anbau von Kakao setzt sehr spezielle klimatische Bedingungen voraus, weswegen die weltweite Produktion auf einige wenige Länder im Umkreis des Äquators beschränkt ist. Rund zwei Drittel der weltweiten Kakao-Produktion werden zu Schokolade weiterverarbeitet.  Der Rest wird zur Her­stellung von Kakaopulver genutzt.

Der wichtigste Handelsplatz für Kakao ist das New York Board of Trade (NYBOT). Die Kontrakte notieren in US-Dollar je Tonne, wobei ein Kontrakt zehn Tonnen Kakao umfasst. Seit dem Jahr 2000 wird Kakao auch an der Londoner Liffe gehandelt. Die Notierung erfolgt hier in britischen Pfund pro Tonne und die Kontraktgröße umfasst ebenfalls 10 Tonnen.

MARKTTREND: In den vergangenen Jahren wurde der Kakaopreis vor allem von den Ereignissen an der Elfenbeinküste geprägt, wo seit dem Jahr 2002 bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Da das kleine westafrikanische Land der mit Abstand wichtigste Kakao-Produzent ist, hat dies zum Teil extreme Kursaufschlä­ge zur Folge. So sprang der Preis nach Ausbruch der Unruhen von einem Allzeittief im Jahr 2000 Anfang 2003 auf ein 20-Jahres-Hoch bei rund 2.500 Dollar jeTonne. Davon abgesehen weist der Langfrist-Trend aber ebenso wie bei Kaffee seit Mit­te der 70er Jahre stetig nach unten. 

Wetter: Beim Kakao-Anbau spielen die klimatischen Bedingungen eir noch größere Rolle als bei anderen Agrarprodukten. Grund st die starke Empfindlichkeit der Kakao-Pflanze in Hinblick a starke Temperaturschwankungen oder übermäßige Feuchti keit (Niederschläge)

Schädlinge: Kakao gehört zu den anfälligsten Kuturpflanzen, was den Ernstfalll mit Schädlingen und Krankheiten angeht. In Ghana, dem zweitwichtigsten Erzeugerland, werden jährlich zwischen 30 und 40 Prozent der Pflanzen von speziellen Kakao-Krankheit befallen ("Black Pod"). In Brasilien, einst einer der wichtigst Anbieter, wurden die Ernteerträge durch eine lang anhalten Pilzepidemie auf ein Mindestmaß reduziert ("Hexenbesen")

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Sugar

Zucker hat eine bewegte Geschichte hinter sich und eine abwechslungsreiche vor sich. Während er in den Industrieländern aus gesundheitlichen Gründen zunehmend durch andere Süßstoffe ersetzt wird, beginnt in Asien gerade eine neue Blütezeit. Zeitgleich gewinnt Zucker aber auch als Basis für die Herstellung von Bio-Kraftstoff (Ethanol) immer größere Beachtung. Vorreiter ist der wichtigste Zuckerproduzent Brasilien, der bereits die Hälfte seiner Zuckerrohr-Ernte für die Aufarbei­tung von Ethanol verwendet.

Zucker wird an unterschiedlichen Börsen und in unterschied­lichen Klassifizierungen gehandelt. Der wichtigste Kontrakt ist der am New York Board of Trade (NYBOT) gehandelte Zucker No. 11, der sich ausschließlich auf Rohrzucker bezieht und in US-Cent je amerikanischem Pfund (Ib.). Ein Kontrakt bezieht sich auf 112.500 Ibs. was etwa 50 Tonnen entspricht (1 Ib = 0,453592 kg).

Der ebenfalls an der NYBOT gehandelte Sugar No. 14 bezieht sich ausschließlich auf Zucker aus amerikanischer Herstellung. Der in London gehandelte White Sugar No.5 schließt auch den europäischen Rübenzucker mit ein. Die Notierung erfolgt in US-Dollar je Tonne. Ein Kontrakt umfasst 50 Tonnen.

MARKTTREND: Der Zuckerpreis hat im Verlauf der letzten 40 Jahre viele Höhen und Tiefen durchlebt. Ausgehend von Tiefpreisen um einen Cent pro Pfund (1967) stürmte der Preis Mitte der 70er Jahre auf Rekordpreise von 40 Cent. Dieses Wechselbad setzt sich bis heute fort, wenn auch mit weniger extremen Ausschlägen. Das letzte temporäre Kurstief erreichte der Preis 2004, als er unter 6 Cent und damit bis an die 20-Jahres-Tiefs abrutschte. Bis ins Jahr 2006 hat sich der Kurs wieder verdreifacht. Auslöser waren Angebotsengpässe in Asien, nachdem die Produktion in weiten Teilen Asiens aufgrund längerer Dürre­perioden stark zurückgegangen war. Besonders dramatisch war die Situation in Indien, deren Zucker-Produktion zwei Jahre in Folge um mehr als 30 Prozent hinter den zuvor erreichten Werten zurückblieb. Bedeutsam ist dies vor allem, weil Indien der weltweit größte Verbraucher von Zucker ist.

ANGEBOT und  NACHFRAGE: Der Zucker-Markt hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe tiefgreifender Veränderungen erfahren. Auf der Nachfrageseite haben vor allem der wachsende Wohlstand in Asien und die immer wichtiger werdende Nutzung von dem aus Zuckerrohr gewonnenen Ethanol als Benzinersatz den stark erhöht. Dabei geht beinahe der gesamte Produkti wachs der vergangenen 15 Jahre allein auf Brasilien, das seine Zucker-Produktion seit Anfang der 90er Jahi vierfacht hat und heute ein Fünftel der Weltproduktic rund 140 MillionenTonnen alleine deckt. Noch beherrscr ist die Stellung Brasiliens im Welthandel, da Großverbn wie Indien und China lediglich für den Eigenbedarf produzieren und zuletzt sogar Zucker zukaufen mussten. Allein in Indien beträgt der jährliche Bedarf 20 Millionen Tonnen, was 15% der Welt-Jahres-Produktion entspricht. Knapp 40% des im Welthandel angebotenen Zuckers (45 Millionen Tonnen) stammt aus Brasilien.

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Mais (Corn)

Mais gehört zu den wichtigsten Agrarprodukten der Welt und der entsprechende Mais-Future zählt traditionell zu den am stärksten gehandelten Rohstoff-Contracten überhaupt. Rund zwei Drittel der Produktion werden als tierische Futtermittel verwendet. Allerdings gewinnt auch die Nutzung von Mais zur Gewinnung von Ethanol (Bio-Kraftstoff) immer stärker an Bedeutung. In dem führenden Erzeugerland USA werden bereits heute 20 Prozent der Mais-Produktion für die Gewinnung von Ethanol verwendet.

Wichtigster Handelsplatz für Mais ist das Chicago Board of Trade (CBOT). Die gehandelten Contracte notieren in US-Cent je Scheffel ("bushel", bu.) und umfassen 5.000 Scheffel (1 bu. Mais = 25,4012 kg). Das Tageslimit für zulässige Preisschwan­kungen beträgt 20 US-Cent.

MARKTTREND: Der durchschnittliche Monatspreis von Mais schwankt seit den 70er Jahren in einer Preis-Range zwischen 160 und 360 Cent je Bushel. Diese Preisspanne wurde nur einmal nach oben durchbrochen, nachdem es Mitte der 90er Jahre zu ei­ner schweren Missernte mit einem Produktionsrückgang von rund einem Viertel gekommen war. Zusätzliche Nachfrage ergibt sich aus der Nutzung von Mais für die Herstellung des Energieträgers Ethanol. Die hierfür genutzte Menge hat sich in den vergangenen Jahren mehr als versiebenfacht.

ANGEBOT und  NACHFRAGE: Beinahe die Hälfte der Welt-Maisernte stammt aus den USA, wobei deren Anteil in den vergangenen Jahren aber zurückgegangen ist. Starke Zuwächse verzeichnen vor allem China und Brasilien, die ihre Mais-Produktion seit 1980 jeweils verdoppelt haben. Insgesamt wuchs das weltweite Angebot in dieser Zeit stetig an und erreicht aktuell rund 700 Millionen Tonnen pro Jahr, von denen aber nur rund zehn Prozent in den Welthandel gelangen. Wichtigste Handelspartner für den US-Export von Mais sind Japan, Mexico, Taiwan und Südkorea.

WETTER und  UMWELTKATASTROPHEN: Der bedeutendste Einflussfactor beim Getreideanbau ist das Wetter. Trockenes Wetter und lang anhaltende Dürre können Angebot und Preise ebenso beeinflussen wie zu feuchte Wetterverhältnisse, extreme Temperaturschwankungen oder Umweltkatastrophen. Umgekehrt führen besonders gute klimatische Bedingungen zu einem Angebotsüberschuss, der die Preise negativ beeinflusst.

SAISONABHÄNGIGKEIT: Die Preise von Mais folgen häufig dem saisonalen Anbau- und Ernterhythmus. Die höchsten Kurse werden daher oft vor und während der Pflanzzeit im Frühjahr erreicht. Die Tiefs liegen häufig im Umfeld der Erntemonate im Herbst.

EMERGING MARKETS: Das Bevölkerungswachstum und der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern führen auch zu einer steigenden Nach­frage nach Fleischprodukten. Als eines der wichtigsten Futtermittel profitiert Mais davon besonders stark. Für die Erzeugung von einem Kilo Fleisch werden acht Kilo Futtermittel benötigt.   Der starke Anstieg der Erdölpreise sorgt seit einigen Jahren für eine wachsende Nachfrage nach Getreide zur Erzeugung alternativer Energieträger. Dies gilt auch für Mais, der zur Her­stellung von Ethanol verwendet werden kann.

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