Medicine  selmckenzieIMMUN(®)
(®)Selzer-McKenzie Biotechnology Laboratory, Collins Street, Melbourne, Australia

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Medikament  selmckenzieIMMUN(®)
Die Biotechnologie ist zur Schlüsselindustrie für die Entwicklung neuer Medikamente geworden. Aus ihr stammen mittlerweile die wichtigsten Neuerungen in der Pharmaindustrie. Die pharmazeutische Biotechnologie wird daher mit der Informationstechnologie als führende Wachstumsbranche der Zukunft angesehen. Besonders in der Krebstherapie liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Biotechnologie. Gene, die Krebse auslösen oder das Krebswachstum begünstigen, können mit der von uns in der Entwicklung stehenden selmckenzieIMMUN(®) Technologie spezifisch blockiert werden. selmckenzieIMMUN(®) Medikamente sollen erstmals die Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung von Krebserkrankungen bieten. Das Medikament soll auf der Basis innovativer Technologie zur Bekämpfung tödlicher Krebserkrankungen von uns entwickelt werden.

Entwicklungsprojekt:

Ziel der Entwicklungsarbeiten ist die klinische Entwicklung, Zulassung und Vermarktung des Wirkstoffes selmckenzieIMMUN(®). Dieses neuartige Medikament aktiviert die körpereigene Immunantwort gegen den Tumor und führt zur Zerstörung der Tumorzellen.

selmckenzieIMMUN(®) soll zunächst für die Behandlung von Gehirntumoren eingesetzt werden. Maligne Gehirntumoren gehören zu den bösartigsten Tumoren überhaupt. Alle zur Zeit verfügbaren Therapien verlängern das Leben des Betroffenen nur um wenige Monate, und mehr als 90% der Patienten sterben innerhalb von 2 Jahren. Daraus ergibt sich ein dringender und hoher Bedarf für ein Medikament wie selmckenzieIMMUN(®). Die Entwicklung weiterer Medikamente, speziell im Bereich Onkologie sowie für weitere wichtige Tumoren, wie dem Prostatakarzinom, sind geplant.

Technologie:

selmckenzieIMMUN(®) sind eine neue Generation von Medikamenten, mit denen sich grosse Fortschritte in der Gen- und Biotechnologie in neuartige Therapien umsetzen lassen. Medikamente auf dieser Basis eröffnen die Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung bisher nicht heilbarer Krankheiten. Die enormen Fortschritte auf dem Gebiet der medizinischen Grundlagen- und Gen-Forschung haben gezeigt, dass die Ursache von Krebserkrankungen in einer Fehlsteuerung bestimmter Gene zu suchen ist. Wenn es gelingen könnte, diese fehlgesteuerten Gene abzuschalten, würde dies erstmals eine Behandlung von Krebs direkt an seiner Ursache ermöglichen.

Genau an diesem Punkt setzen Medikamente wie selmckenzieIMMUN(®) an.  Diese Medikamente sind in der Lage, ein einzelnes Gen, beispielsweise ein Gen, welches ein ungehemmtes Wachstum eines Tumors ermöglicht, ganz spezifisch zu klockieren.

Gehirntumoren bilden in grosser Menge den Eiweisskörper TGF, der das körpereigene Immunsystem des Patienten lähmt. Die körpereigene Immunabwehr gegen den Tumor wird dadurch ausgeschaltet.
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Die von uns entwicklungstechnisch beabsichtigte Substanz selmckenzieIMMUN(®) soll gezielt die TGF-Produktion des Tumors blockieren. Dadurch wird die körpereigene Immunantwort gegen den Tumor wieder in Gang gesetzt und die Tumorzellen zerstört.  Bilden die Tumorzellen eines Glioblastoms grosse Mengen an Eiweisskörper TGF, werden die Immunzellen des Körpers dadurch gelähmt. Der Tumor bildet quasi einen Schutzwall aus TGF-Eiweissen, mit dem er sich von der körpereigenen Immunabwehr abkapselt. Immunzellen, die dennoch in den Tumor eindringen, werden funktionell gelähmt und können die Tumorzellen nicht mehr zerstören. Unser zu entwickeltendes Medikament selmckenzieIMMUN(®) soll die TGF-Produktion des Tumor hemmen, wodurch aktive Immunzellen wieder in den Tumor eindringen und diesen zerstören können.
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Das Glioblastoma Multiforme, der häufigste und aggressivste Gehirntumor, ist einer der bösartigsten Tumore überhaupt. Die Lebensdauer von Patienten kann nur noch mit ca. 2 Jahren angesetzt werden. Eine neue effektive Therapie ist daher wie bei kaum einer anderer Erkrankung dringend erforderlich. Die kurze Überlebenszeit der Patienten bedeutet, dass klinische Studien schnell und effizient durchgeführt werden müssen und auch können. Durchschnittlich erkranken an den bösartigsten Formen von Gehirntumoren ca. 30 Menschen von je 1 Mio Personen.
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Die klinische Behandlung von bösartigen Gehirntumoren ist derzeit noch sehr unbefriedigend, da es keine kurativen Therapieansätze gibt. Die Standardtherapie besteht derzeit aus der radikalen neurochirurgischen Entfernung des Tumors mit anschliessender Bestrahlung. Die Chemotherapie ist bei malignen Gehirntumoren nur wenig wirksam und erhöhen die Verlängerung der Überlebenszeit um nur wenige Monate. Experimentelle neue Chemotherapeutika haben die Überlebenszeit nicht signifikant erhören können. Auch andere Therapieformen, wie Chemotherapeutika, Zytokine, Zytotherapie, Therapie durch Behandlung von Tumorzellen mit Thymidinkinase und Gancyclovir, konnten bislang keine nennenswerten Erfolge verzeichnen. Bei Ausnutzung aller derzeit verfügbaren Therapieformen liegt die Mortalität noch immer bei ca. 92% aller Patienten mit Glioblastom in den ersten beiden Jahren nach Diagnoseerstellung.
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Entwicklung selmckenzieIMMUN(®):
- Produktion des Wirkstoffes für Toxikologie und klinische Prüfung
- Erweiterte Toxikologie und Sicherheitspharmakologie
- Erweiterung eigenen Labors für begleitende Forschung
- Forschungsbeginn Indikationserweiterung
- Testung, Evaluation, klinische Entwicklung
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Es wurde  herausgefunden, dass ADAM10 das Protein APP (amyloid
precursor protein) so zerschneidet, dass kein β-Amyloid daraus
entsteht(1) . ß-Amyloid spielt wiederum eine zentrale Rolle bei der
Bildung der für Alzheimer charakteristischen Plaques. ADAM10 kann also
möglicherweise die Basis für einen neuen Therapieansatz bei Alzheimer
darstellen.

ADAM10 ist eine sogenannte α-Sekretase und somit ein Protein, das wie
eine molekulare Schere funktioniert. Die deutschen Wissenschaftler
haben nun mit Hilfe der RNA-Interfenz festgestellt, dass nur ADAM10
die Bildung von β-Amyloid verhindern kann, nicht jedoch andere
Proteinscheren aus der ADAM-Familie wie beispielsweise ADAM9 oder
ADAM17. Mittels RNA-Interferenz wurden in den aktuellen Experimenten
diejenigen Gene, die Proteinscheren kodieren, gezielt stillgelegt und
damit die anschließende Proteinbildung unterbunden. Außerdem wurden
für diese Forschungsarbeiten spezifische Antikörper entwickelt, die
verschiedene APP-Spaltprodukte im Gehirn erkennen, und mit denen sich
eventuell auch neue Möglichkeiten für eine frühe Diagnose der
Erkrankung erschließen lassen.

Noch ist ungeklärt, ob die β-Amyloid-Plaques im Gehirn von Alzheimer-
Patienten tatsächlich die Ursache für die Entstehung von Alzheimer
oder nur eine Begleiterscheinung der Erkrankung sind. Dennoch zeigen
viele Studien, dass es sich beim β-Amyloid um eine wichtige
Zielstruktur bei der Therapie von Alzheimer handelt.

Während einige in klinischer Prüfung befindliche Alzheimer-
Therapieansätze auf eine Blockade der molekularen Scheren abzielen, um
die Zerstückelung des APP in β-Amyloid zu verhindern, basiert der nun
beschriebene Ansatz auf der entgegengesetzten Richtung. ADAM10 soll
nämlich gezielt genutzt werden, um APP zu zerstückeln, wobei
allerdings kein β-Amyloid entsteht und somit auch keine Plaques
gebildet werden können.

Hierzu passt auch die Erkenntnis, dass ADAM10 bei vielen Alzheimer-
Patienten weniger aktiv ist. Daher könnte dieser neuer Ansatz
vielversprechend sein, über eine Stimulierung von ADAM10 die Bildung
von Alzheimer-Plaques und damit hoffentlich auch die Ausprägung der
klinischen Merkmale zu verhindern. Hierzu zählen typischerweise
Störungen des Gedächtnisses und Denkens, der Orientierungsfähigkeit
sowie der Auffassungsgabe.

Alzheimer ist eine bislang unheilbare Krankheit. Derzeit geht man von
bis zu 800.000 Alzheimer-Erkrankten in Deutschland aus(2) . Jedes Jahr
erkranken in etwa 200.000 Menschen neu. Die durchschnittliche
Überlebensdauer beträgt vom ersten Auftreten der Krankheitszeichen an
circa acht bis neun Jahre; vom Zeitpunkt der klinischen Diagnose sind
es im Schnitt noch etwa sechs Jahre.

Ziel vieler aktueller Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es,
neue Ansatzpunkte für eine zielgerichtete Therapie zu erproben. Hierzu
zählen auch verschiedene Biopharmazeutika, also gentechnisch
hergestellte Arzneimittel wie beispielsweise Antikörper, die die
Strukturen des β-Amyloids erkennen und somit die Ausbildung der β-
Amyloid-Plaques verhindern sollen.

ADAM10 könnte möglicherweise das Armamentarium im Kampf gegen
Alzheimer erweitern. Vor der ersten Anwendung am Menschen im Rahmen
einer klinischen Studie sind allerdings noch weitere
Forschungsaktivitäten erforderlich, um die Bedeutung von ADAM10 im
Detail zu charakterisieren. Die medizinische Biotechnologie erweist
sich auch mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerung einmal
mehr als unverzichtbar, um mit dazu beizutragen, Antworten auf die
medizinischen Herausforderungen der Zukunft zu erarbeiten.

ADAM10-Protein verhindert Bildung von Beta-Amyloid
Beta-Amyloid kommt im Gehirn in den für Alzheimer typischen Plaques
vor. Die Vorstufen der Plaques stehen in Verdacht, für das Absterben
von Nervenzellen und damit für die Gedächtnisstörungen bei der
Alzheimer-Erkrankung verantwortlich zu sein. Beta-Amyloid wird aus dem
so genannten Amyloid-Vorläuferprotein (APP) ausgeschnitten, indem
verschiedene molekulare Scheren an dem Vorläuferprotein ansetzen und
unterschiedlich große Stücke heraus schneiden. Die Blockade dieser
Scheren führt dazu, dass das Beta-Amyloid nicht mehr gebildet wird.

Die Forscher haben jetzt eine molekulare Schere gefunden, eine so
genannte Alpha-Sekretase, die das Amyloid-Vorläuferprotein (APP) ohne
die Bildung von Beta-Amyloid spaltet. Bisher kamen dafür drei
verschiedene Scheren in Frage. Die Wissenschaftler konnten nun zeigen,
dass alleine ADAM10 für die spezifische Spaltung verantwortlich ist.
Dazu entwickelten sie hochspezifische Antikörper, die verschiedene
Spaltprodukte des Vorläuferproteins in Hirnzellen von Mäusen und in
menschlicher Zellkultur erkennen können. Mit Hilfe der RNA-Interferenz
blockierten die Forscher jeweils eines der drei Gene, welche für die
drei in Frage kommenden ADAM-Scheren kodieren. Die Analyse der
Spaltprodukte ergab, dass nur das ADAM10-Gen die Bildung der Beta-
Amyloide verhindern kann. Die Ergebnisse konnten mithilfe der
Massenspektrometrie bestätigt werden. Damit könnte ADAM10 zu einem
wichtigen Zielmolekül für die Alzheimer-Therapie werden, so könnte
eine Stimulierung von ADAM10 therapeutisch genutzt werden.

Die neuen Antikörper eröffnen aber auch neue Möglichkeiten für die
Diagnose und Prävention der Erkrankung. So könnten sie als Marker
dienen, um eine schwache ADAM10-Aktivität und damit ein mögliches
erhöhtes Alzheimer-Risiko in der Rückenmarksflüssigkeit zu messen.