Arthritis Medicine  selmckenzie®)
Selzer-McKenzie Biotechnology  Laboratory, Collins Street, Melbourne, Australia

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Forschungs-Project: Medizin gegen Arthritis

Das Heilungs-Extract wird aus den Eiern der Riesen-Sepien (Tintenfisch,Cuttlefish) Fische gewonnen. In den Eiern der Fische befinden sich  Embryone, in der Grösse eines Stecknadelkopfes bis zur Grösse eines Fingernagels.Die Embryos enthalten eine wichtige Säure, mit der sie später die Sepiaschale aufstossen und auf diese Säure kommt es an.

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Arthritis

Die Arthritis ist eine entzündliche Gelenkserkrankung, die zur Schädigung der Gelenke führen kann. Sie ist abzugrenzen von den degenerativen Veränderungen, den Arthrosen. Während es sich bei Arthrosen um ein kaltes Geschehen, den Gelenkverschleiss, handelt, sind die Arthritiden durch Überwärmung, Schwellung und Rötung gekennzeichnet. Zudem zeigen sie einen Erguss. Nach der Anzahl der betroffenen Gelenke wird zwischen einer Monoarthritis (ein Gelenk erkrankt), einer Obligoarthritis (einige Gelenke) und einer Polyarthritis (viele Gelenke) unterschieden. Diese Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben: Sowohl erbliche Faktoren, als auch erworbene Gelenkschäden oder Verletzungen können ein Rolle spielen. Aufgrund der Ursache erfolgt auch die Differenzierung dieser Gelenksentzündung: Die häufigsten mann-mit-gehhilfe Formen von Artritis sind die akute bakterielle Artritis und die rheumatoide Artritis. Hiervon abzugrenzen, ist die aktivierte Arthrose, bei der es infolge mechanischer Überbelastung ebenfalls zu einer Gelenkentzündung kommt.

Bei einer bakteriellen Artritis gelangen Keime in das Gelenk. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Gelenkempyem. Das Leitsymptom der bakteriellen Arthritis ist der Gelenkschmerz. In etwa 90 % der Fälle ist nur ein Gelenk befallen. Die häufigsten Lokalisationen sind Knie (50%) und Hüftgelenke (25%). In etwa 10 % sind Schulter-, Ellenbogen, Sprung- oder Handgelenk betroffen.

Von der bakteriellen Arthritis wird die Arthritis bei rheumatischen Erkrankungen, die postinfektiöse Artritis und die Artritis bei Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht ) unterschieden. Diese entzündlichen Erkrankungen werden auch unter dem Begriff Osteoarthritis zusammengefasst.

Was ist eine Artritis ?

Jede Entzündung im Körper verläuft nach dem gleichen Muster: Bei einer Schädigung kommt es im betroffenen Gebiet zu einer Rötung und Erwärmung. Sie sind Signale einer gesteigerten Durchblutung. Mit dem Blut kommen auch vermehrt Zellen der Immunabwehr in den Bereich der Schädigung. Die auftretende Schwellung ist Zeichen eines Ödems, bei dem es zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Dadurch steigt auch der Druck auf die Nervenenden an. Deshalb treten in diesem Bereich Schmerzen auf.

Dies trifft auch bei einer Gelenkschwellung zu: Die Blutgefässe in der Gelenkinnenhaut (Membrana Synovialis) erweitern sich und füllen sich mit Blut. Durch die Membranen der prall gefüllten Blutgefässe tritt Blutwasser in die Zellzwischenräume der Synovialis (Schleimhautschicht) aus, die daraufhin anschwillt. Von dort gelangt die Flüssigkeit in die Gelenkhöhle. In diesem Stadium wird sie zum Gelenkerguss, welcher reich an weissen Blutkörperchen und Gerinnungsstoffen ist. Diese werden infolge der Entzündungsprozesse mit dem Blut in das Entzündungsgebiet geschwemmt. Durch die Gerinnungsstoffe und die weissen Blutkörperchen bildet sich auf der Synovialis eine feine Schorfschicht, was eine Wucherung der Synovialis zur Folge hat. Aus arthroskopischer Sicht ähneln diese Gelenkschleimhautauswucherungen den Darmzotten. Sie erfüllen auch die gleiche Funktion: Sie bewirken eine Oberflächenvergrösserung, was einerseits zu einer vermehrten Resorption, andererseits aber auch zu einer verstärkten Sekretion von Synovia (Gelenkflüssigkeit) führt, die sich im Gelenk ansammelt. Die weissen Blutkörperchen lagern sich im Gelenk ab und locken ständig weitere Abwehrzellen an. So gehen die Entzündungsprozesse immer weiter. Die wuchernde Schleimhaut überwächst den Knorpel und zerstört ihn. Dieser Mechanismus zeigt, dass die Arthritis eine Erkrankung ist, die sich selbst weiter unterhält. Je nach Typ und Verlaufsform von der Arthritis kann es bis zur kompletten Entblössung der knöchernen Gelenkoberfläche reichen, dann reibt Knochen auf Knochen, was zu erheblichen Gelenkschmerzen führt.

 

Was löst eine Arthritis aus ?

Bei der rheumatoiden Arthritis reagiert die Synovialis auf diese feine Schorfschicht mit der Bildung von schnell wuchernden Zellverbänden. Diese greifen auf auch auf den Knorpelüberzug des Gelenks über und fressen sich in den Knorpel hinein. Sie greifen ausserdem die Zellen des Knochens an, der an den Knorpelrändern am Ansatz der Gelenkkapsel frei liegt. Zwar sterben diese Zellwucherungen wieder ab, doch ein kleiner Teil bleibt übrig und wandelt sich in Faserzellen um und bilden eine Schicht, die auf dem zerstörten Knorpel liegt. Diese Faserschicht wird Pannus genannt.

Der Pannus überdeckt grössere Bereiche des Gelenkknorpels, so dass dieser nicht mehr von Synovia ernährt werden kann. Der Knorpel hungert. Die weissen Blutkörperchen versuchen, die abgestorbenen Gewebsteile aufzulösen. Dabei setzen sie aggressive Verdauungsstoffe, Zytokine, frei, die den Knorpel noch weiter schädigen. Die Zytokine bewirken auch eine Anregung von knochenabbauenden Zellen, den Osteoklasten. So wird auch die Knochensubstanz angegriffen. Am Ende steht ein mehr oder weniger zerstörtes Gelenk. Auch die Sehnen, Bänder und Schleimbeutel können betroffen sein.

Bei der bakteriellen (infektiösen) Arthritis gelangen Keime entweder durch Verletzungen, die den Gelenkinnenraum eröffnen, oder auf dem Blutweg (hämatogen) in das Gelenk. Eine der häufigsten Ursachen des direkten Keimeintritts sind neben Verletzungen, Operationen oder Injektionen in ein Gelenk, bei welchen Bakterien eingeschleppt werden.

Der häufigste Erreger der infektiösen Arthritis ist der Staphylococcus aureus, bei der Hälfte der Patienten, in etwa 25% Staphylococcus epidermidis und Streptokokken. Auch Viren können Arthritiden verursachen. Die häufigsten Erreger sind das Rötelnvirus, das Mumpsvirus und das Hepatitis -B-Virus.

Wie kann Ihr Arzt die Diagnose erstellen ?

Diagnostisch zeigt sich ein Gelenkerguss. An Knie und Ellenbogen ist er tastbar, an anderen Gelenken sonographisch darstellbar. Auch mittels Röntgenaufnahmen können charakteristische Veränderungen der gelenknahen Knochen, arthritische Randsaumbildung, nachgewiesen werden. Bei der Blutuntersuchung finden sich zudem erhöhte Entzündungswerte. Die Schlüsseluntersuchung ist die Gelenkpunktion zur Analyse der Synovia (Gelenkflüssigkeit). Der diagnostische Wert verschiedener Parameter, nämlich der Leukozytenzahl lässt die Abgrenzung des entzündlichen von den nichtentzündlichen Gelenkerguss zu. Das Aussehen des Gelenkergusses dient der weiteren Differenzierung. Zudem kann ein Abstrich entnommen werden und daraus ein Erregernachweis erfolgen.

Welche therapeutische Massnahmen werden getroffen ?

Mit der Therapie müssen 4 Ziele erreicht werden:

* die rasche Beseitigung des Entzündungsprozesses, bei infektiöser Ursache mit Hilfe von Antibiotika.

* die mechanische Reinigung (Entfernung der Entzündungsfaktoren)

* die Druckentlastung

* die funktionelle Heilung

* die Beseitigung des das Gelenk überwuchernden Schleimhaut.

Eine infektiöse Arthritis erfordert eine umgehende chirurgische Intervention: in erster Linie die Gelenkspieglung (Arthroskopie). Hier geht es darum, die Leukozytenzahl und somit die schädlichen Zytokine zu reduzieren, um die Gelenkzerstörung zu verhindern. Desweiteren erfolgt auch die komplette Spülung des Gelenks und anschliessende Drainage. Bei ungenügendem Ansprechen kann eine offene oder arthroskopische Synovektomie durchgeführt werden. Parallel erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika, die zunächst breit wirken muss und nach Erhalt des Erregernachweises spezifisch eingesetzt wird. Die Antibiotikatherapie wird in der Regel intravenös für die Dauer von 2-6 Wochen durchgeführt.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie ist eine komplizierte Gratwanderung

Viele Medikamente, nicht nur die, die bei rheumatoider Arthritis zum Einsatz kommen, verfügen nicht nur über eine therapeutisch gewollte Wirkung, sondern beinhalten auch Wirkungen, die eigentlich nicht erwünscht sind. Diese nicht erwünschten Wirkungen, die meistens als Nebenwirkungen bezeichnet werden, gehören aber genau so zu dem Wirkstoff, wie die gewünschten Wirkungen. Deshalb ist eine medikamentöse Therapie immer auch eine Gratwanderung. Der Arzt muss Wirkungen und Nebenwirkungen gegeneinander abwägen und auch die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten berücksichtigen. Gleichzeitig ist auch die Schwere der Erkrankung von Bedeutung. Diese komplexen Anforderungen werden am ehesten von einem Spezialisten, einem internistischen Rheumatologen, erfüllt. Insgesamt kommen bei der rheumatoiden Arthritis vor allem Substanzen aus drei Gruppen zur Anwendung:

* NSAR

* Glukokortikoide

* Basistherapeutika

Leichte Verläufe werden symptomatisch behandelt

Bei leichten Verlaufsformen und zur symptomatischen Behandlung bei rheumatoider Arthritis kommen insbesondere NSAR zum Einsatz. Die Dosis muss der jeweiligen Krankheitssituation angepasst werden. Über die verschiedenen Wirkstoffe und ihre Dosierung können Sie sich hier informieren. Reicht die schmerzlindernde Wirkung von NSAR nicht aus, so sollten ausserdem noch Schmerzmittel verordnet werden. Bei Bedarf kann örtlich eine Kältetherapie hilfreich sein.

Kortison wirkt schnell und ist stark entzündungshemmend

Sind einzelne Gelenke betroffen, werden Kortisonspritzen in das Gelenk gegeben. Sie können Bewerden über Wochen bis hin zu einem Jahr reduzieren. Glukokortikoide können bei einem akuten Schub in Form von Tabletten in hoher Dosierung gegeben werden (Stosstherapie). Danach wird das Kortison über einen längeren Zeitraum langsam reduziert. Entwickelt sich eine länger andauernde Besserung, wird normalerweise zuerst das Kortison reduziert und danach möglicherweise auch die Dosis der Basistherapeutika. Wichtig: Glukokortikoide sind keine Basistherapie. Die Anwendung sollte so kurz wie möglich sein.

Basistherapie früh beginnen

Die Basistherapie sollte so früh wie möglich einsetzten, weil sich Gelenkzerstörungen meistens schon innerhalb der ersten 2 Jahre der Erkrankung entwickeln. Besteht bei Behandlungsbeginn schon eine Gelenkveränderung, so wird immer eine stark wirksame Basistherapie gewählt. Insgesamt richtet sich die Basistherapie nach der Krankheitsaktivität. Sie darf nur eingeleitet werden, wenn die Diagnose sicher gestellt werden kann.

Basistherapie wirkt oft erst nach vielen Wochen

Die Basistherapie ist eine Langzeittherapie. Deshalb wird häufig auch der Name "langwirksame Antirheumatherapie" bzw. "langwirksame Antirheumatika" verwendet. Diese Medikamente wirken hemmend auf die Entzündungsprozesse ein. Allerdings müssen Basistherapeutika fortlaufend eingenommen werden, um wirksam zu sein. Das bedeutet, dass sie auch dann eingenommen werden müssen, wenn sich der Betroffene in einem beschwerdefreien Intervall befindet. Je nach Medikament tritt die Wirkung erst nach einigen Wochen bis hin zu 6 Monaten nach Beginn der Einnahme auf. Die Anwendung von Glukokortikoiden kann die Zeit bis zum Wirkungseintritt der Basistherapie überbrücken.

Medikamente müssen individuell ausgewählt werden

Eine Basistherapie fachgerecht durchzuführen, erfordert viel Erfahrung. Sie sollte von einem internistischen Rheumatologen durchgeführt werden. Bezogen auf die Krankheitsaktivität werden häufig folgende Medikamente verordnet:

* Ist die Krankheitsaktivität gering, so kommen häufig Sulfasalazin, Chloroquin, Hydroxychloroquin und Goldtabletten zum Einsatz.

* Bei mittlerer Krankheitsaktivität werden Azathioprin, Goldspritzen und Sulfasalazin verordnet.

* Methotrexat, D-Penicillamin oder Ciclosporin werden bei hoher Krankheitsaktivität angewandt.

* Bei hochaktiven Verläufen und Vaskulitis kommt Cyclosposphamid zum Einsatz oder die neuen immunsuppressiven Wirkstoffe wie: Leflunomid, Etanercept, Infliximab, Adalimumab, Anakinra.

Unterstützende therapeutische Massnahmen

Kontinuität ist oberstes Gebot

Unterstützende therapeutische Massnahmen sind vielschichtig und müssen in der Regel täglich verrichtet bzw. angewandt werden, um eine deutliche bzw. dauerhafte Besserung der Beschwerden zu bewirken und die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Betroffenen zu fördern und zu erhalten. Die Aufklärung der Betroffenen ist hier besonders wichtig, denn ohne ihre aktive Mitarbeit kann das Therapieziel nicht erreicht werden.

Krankengymnastik

Krankengymnastik z. B. als Einzel- oder Gruppengymnastik. Dazu zählen sowohl Bewegungsbäder, als auch Trockenübungen. Regelmässige körperliche Aktivität ist besonders wichtig.

Ergotherapie

Ergotherapie umfasst u.a. Gelenkschutztraining, Anpassungen an die Anforderungen im Alltag (Haushalt, Beruf, Freizeit) und die Anwendung von Hilfsmitteln.

Physikalische Therapie

Physikalische Therapie in Form vom Wärme- oder Kälteanwendungen, Massagen oder Elektrotherapie.

Ernährungsumstellung bzw. "Rheumadiät" umfasst eine fleischarme Mischkost. Die in tierischen Lebensmittel, besonders in Fleisch- und Wurstwaren sowie Eiern enthaltene Arachidonsäure fördert entzündliche Vorgänge. Entzündungshemmend dagegen wirkt sich Eikosapentaensäure kurz EPA, eine Omega-3-Fettsäure aus. Sie ist reichlich enthalten in bestimmten pflanzlichen Ölen und in einigen Fischsorten. Leider schwankt der Gehalt an EPA besonders bei Fisch ganz erheblich. Deshalb ist es sinnvoll, EPA über Kapseln zuzuführen. Erfahrungswerte raten zur Entzündungsreduktion zu Beginn einer Ernährungsumstellung 800 bis 100 mg EPA. Der Bedarf kann nach 6 bis 12 Wochen auf 300 mg täglich reduziert werden. Ausführliche Informationen finden Sie dazu in Bereich "Ernährung bei rheumatoider Arthritis".

Psychologische Massnahmen

Psychologische Massnahmen umfassen neben gezieltem Entspannungstraining auch Formen der psychologischen Schmerzbewältigung und psychische Unterstützung und Begleitung.

Operative Therapie

Operative Therapien umfassen:

* Synovektomien: umfassende Entfernung der geschädigten Gelenkinnenhaut betroffener Gelenke

* Korrekturoperationen bei Gelenkfehlstellungen

* künstlicher Gelenkersatz

* bei Karpaltunnelsyndrom Spaltung des Ligamentum transversum am Handgelenk zur Druckverminderung auf den Nervus medianus

* bei instabiler Halswirbelsäule mit deutlicher Einschränkung von Nervenfunktionen kann eine Versteifung (Spondylodese) der Schädelbasis bis zum 2. Halswirbel (C2) erforderlich sein

Ernährung bei rheumatoider Arthritis:

Vitamine und Spurenelemente

Der Körper hat einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen

Neben den direkten Einflüssen von Arachidonsäure und EPA auf den Entzündungsprozess der rheumatoiden Arthritis ist auch der veränderte Bedarf anderer Nährstoffe von Bedeutung. Durch den chronischen Entzündungsprozess hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien, Vitaminen und Spurenelementen, die einen entzündungshemmenden Effekt haben. Dazu gehören:

Vitamin E:

Bei der Hälfte der von rheumatoider Arthritis betroffenen Menschen ist der Vitamin E Spiegel zu niedrig. Da Vitamin E die Bildung entzündungsfördernder Substanzen verringert, wird für Rheumakranke eine erhöhte Zufuhr empfohlen. Gesunde sollten täglich 14 - 15 mg Vitamin E zu sich nehmen, Rheumakranke bis zu 400 mg täglich.

Vitamin C:

Vitamin C oder Ascorbinsäure wirkt antioxidativ. Bei rheumatoider Arthritis reduziert es - zusammen mit Selen - das Vorkommen oxidierter Vitamin E-Radikale. Einmal verwertetes, unwirksames Vitamin E wirt in seine wirksame Form zurückgeführt.Gesunde sollten täglich 100 mg Vitamin C zu sich nehmen, Rheumakranke 200 mg täglich.

Selen:

Selen wirkt antioxidativ und hat so positive Effekte auf den Entzündungsprozess. Selen kommt aber vorwiegend in - wegen der Arachidonsäure wenig empfehlenswerten - tierischen Nahrungsmittel vor. Gesunde sollten täglich 50 - 100 µg Selen zu sich nehmen, Rheumakranke 100 - 200 µg täglich. Der Bedarf kann über Selentablette, Fisch oder Nüsse gedeckt werden.

 


Das Heilungs-Extract wird aus den Eiern der Riesen-Sepien (Tintenfisch,Cuttlefish) Fische gewonnen. In den Eiern der Fische befinden sich  Embryone, in der Grösse eines Stecknadelkopfes bis zur Grösse eines Fingernagels.Die Embryos enthalten eine wichtige Säure, mit der sie später die Sepiaschale aufstossen und auf diese Säure kommt es an.

Sepien Rieensepien Tintenfisch Cuttlefish

Author D. Selzer-McKenzie

Die Filmbilder hat der Author Selzer-McKenzie selbst im Spencer-Gulf, South-Australia,  gedreht

http://www.youtube.com/watch?v=MnGaW40-OZ0#

Die Ordnung der Sepien (Sepiida) oder Echten Tintenfische ist eine Teilgruppe der Überordnung der Zehnarmigen Tintenfische (Decabrachia) innerhalb der Tintenfische (Coleoidea). Sie haben das ursprüngliche kalkige gasgefüllte Gehäuse in stark abgewandelter Form als Sepia-„Schale“ beibehalten.

Anders als die Kalmare sind die Sepien nicht an das Leben im freien Wasser (Pelagial) der Meere angepasst, sie leben vor allem in Bodennähe. Der Mantel ist in der Regel stumpfer und weniger keilförmig als der der Kalmare, allerdings gibt es Kalmararten, die auf den ersten Blick den Sepien sehr ähnlich sehen. Den wesentlichsten Unterschied stellt allerdings die Ausprägung des Innenskeletts dar, welches bei den Sepien als flacher Kalkschulp ausgebildet ist. Dieser auch als Phragmokon bezeichnete Schulp enthält eine Vielzahl von gasgefüllten Kammern, die dem Tier Auftrieb geben.

Wie die meisten anderen Tintenfische besitzen auch die Sepien einen hornigen Schnabel. Um den Mund herum befinden sich zehn Fangarme, die meist relativ kurz sind. Die längeren Tentakel (1 Paar) sind in der Ruhestellung zwischen den restlichen Armen versteckt. Die Sepien sind Lauerjäger und erreichen entsprechend nicht so hohe Geschwindigkeiten wie die Kalmare. Den Hauptantrieb übernimmt ein Flossensaum, welcher als Band um den Körper verläuft und mit wellenartigen Bewegungen für den Vortrieb sorgt. Der Siphon wird ebenfalls eingesetzt, allerdings meist nur für kurze Strecken zur Flucht.

Vor der Küste der australischen Stadt Whyalla tauchen im Sommer Tausende von großen australischen Sepien (Sepia apama) auf. Diese große Sepienart kann eine Länge von 60 Zentimetern und ein Gewicht von über fünf Kilogramm erreichen.

Sepien treffen sich in großen Schwärmen, um ihre Paarung durchzuführen. Dabei kommt es bei den Männchen zu Rivalenkämpfen um die Weibchen. Trifft ein Männchen direkt auf einen Artgenossen, nimmt seine Oberfläche das gestreifte Muster der Balzfärbung an und die Arme werden seitlich ausgestreckt. Verändert sich als Reaktion darauf das Äußere des Artgenossen auf die gleiche Weise, wird er als männlicher Konkurrent erkannt und angegriffen. Tritt keine Veränderung bei dem Gegenüber ein, handelt es sich um ein Weibchen. Hat sich ein Paar gefunden, überträgt das Männchen mit seinem Paarungsarm, dem Hectocotylus, eine Spermatophore in eine Speichertasche unter der Mundhöhle des Weibchens, wo sie bis zur Befruchtung aufbewahrt wird. Die Eier werden eins nach dem anderen geboren. Dazu legt das Weibchen die Arme zu einer Röhre zusammen, in der sie an dem Samenspeicher vorbei transportiert werden. Hierbei werden sie befruchtet. Am Ende der Röhre formen die Armspitzen zwei Zipfel aus der Sekrethülle des Eis. Damit werden sie an Wasserpflanzen oder anderen Strukturen befestigt. Kurz nach der Paarung und Eiablage sterben die Tiere.

Die meisten Sepien sind zu Farbwechseln fähig und können sich blitzschnell eingraben. Aus diesem Grund können sie sich sehr gut tarnen und brauchen nicht weit vor Feinden zu fliehen. Die Tiere signalisieren jedoch durch Farbwechsel auch ihre jeweilige Stimmung, etwa die Paarungsbereitschaft oder Stress. Ebenfalls der Tarnung dient der Tintenbeutel, der eine dunkle Tinte aus konzentriertem Melanin enthält. Diese wurde früher als Sepia zur Färbung von Kleidung oder Fotopapier verwendet, heute wird sie beinah ausschließlich als Farbstoff für schwarze Pasta (Seppia) benutzt.

Sepien ernähren sich von Fischen und Krebsen.

Tintenfische sind nahrhaft und schmackhaft und werden deswegen als Speise zubereitet, vor allem in der mediterranen und asiatischen Küche. Aufgrund der besonderen Dicke der Axonen ihrer Neuronen waren sie bevorzugte Objekte neurowissenschaftlicher Untersuchungen. Am sogenannten Tintenfisch-Riesenaxon wurde in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts das erste Mal ein Aktionspotenzial gemessen und darüber hinaus der Mechanismus des Zustandekommens der Nervenerregung aufgeklärt.

Der Rückenschulp (Schwimmkörper) der Tintenfische wird sowohl als Gussform für Goldschmiedearbeiten, als auch als Futtermittel für Kanarienvögel (wichtige Mineralstoffe und Kalk) verwendet. Er ist weißlich, porös und aus kalkhaltigem Material. Er wird nicht nur beim Tintenfischfang erbeutet, man kann ihn auch als Treibgut an Stränden finden.

Die Tiere haben einen bis zu 50 cm langen Mantel und können ein Gewicht von über 10,5 kg erreichen. Der Mantel ist breit oval mit einem Flossensaum, der am vorderen Ende sogar über die Mantelgrenze ragt. Am hinteren Ende ist der Flossensaum unterbrochen. Die Sepia-Schale ist deutlich schmaler als es der breite Habitus des Mantels vermuten ließe. Der Endstachel ist bei juvenilen Tieren noch gut entwickelt, verschwindet aber bei erwachsenen Tieren weitgehend. Der Trichter ist sehr breit an der Basis und verhältnismäßig lang; er erstreckt sich bis auf die Höhe des Auges. Der Kopf ist kurz und breit, aber etwas schmaler als der Mantel. Die Arme sind bei Männchen und Weibchen kurz und etwa gleichlang. Auf den Arm sind vier Längsreihen von Saugnäpfen entwickelt. Der linke ventrale Arm des Männchen ist als Hectocotylus entwickelt. Die Tentakeln sind ausgestreckt ungefähr 4 bis 5 mal so lang wie die gewöhnlichen Arme. Die Keulen am vorderen Ende der Tentakeln sind halbmondförmig und zahlreichen, sehr unterschiedlich großen Saugnäpfen besetzt. Die Oberseite des Mantels ist rotbraun gefärbt, kann jedoch vor allem bei der Paarung stark verändert werden.

Die Riesensepien halten sich gewöhnlich zwischen steinigen Riffen, Seegräsern oder über sandigen und schlammigen Meeresboden in einer Tiefe von bis zu 100 Metern auf. Sie frisst Fische, Krabben und andere Krustentiere. Sie pflanzen sich während der Monate April bis September fort, was dem Australischen Winter entspricht. Das Männchen verändert dabei seine normale Färbung und beeindruckt die Weibchen durch rasch wechselnde Farben und Muster. Die Männchen bewachen die Weibchen und wehren andere Männchen ab. Dabei kommt es zu einem seltsamen Verhalten von kleinen Männchen. Sie nehmen bizarrer Weise die Farben der Weibchen an, um sich einen Zugang zu den Weibchen zu verschaffen. Dabei werden sie sogar von nichts ahnenden dominanten Männchen geschützt. Die Paarung erfolgt Kopf an Kopf. Dabei überträgt das Männchen die Spermatophoren-Kapseln mit Hilfe des Hectocotylus in eine spezielle Tasche (Spermathek) des Weibchens. Der Höhepunkt der Eiablage im Spencer Gulf ist im Mai und Juni. Die Tiere sterben kurz nach der Paarung und nach der Ablage der Eier, die die nächste Generation hervorbringen. Die Eier sind zitronenförmig und werden in Spalten im flachen Wasser abgelegt. Die Entwicklungszeit beträgt drei bis fünf Monate bei niedrigen Wassertemperaturen von nur etwa 12°. Diese niedrigen Temperaturen, die bei der Eiablage und der Entwicklung des Eies herrschen müssen, scheinen auch eine Ausbreitung der Art in nördlichere, und damit wärmere Gewässer Australiens zu verhindern. Die Art ist in ganz Süd-Australien sowie in West- und Ostaustralien südlich des 23. Breitengrades heimisch.