Bollinger Bands Trading by SelMcKenzie
     SelMcKenzie Corporation, Collins Street, Melbourne,Australia

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Bollinger Bands Trading by SelMcKenzie

Bollinger Bands, entwickelt von John Bollinger , sind Trading Bands, die im Abstand vom gleitenden Durchschnitt als Funktion der Marktvolatilität variieren. Bollinger verwendete übliche mathematische Formeln der Statistik, um die Standardabweichung von Datenreihen zu bestimmen und passte sie an, um die Breite von Trading Bands festzulegen.

Bollinger Bands werden normalerweise in einem Abstand von 2 Standardabweichungen über und unter dem gleitenden Durchschnitt des betrachteten Marktes eingezeichnet. Bollinger schlägt für die meisten Anwendungen eine Periode von 20-21 als optimal für den Durchschnitt vor, aber man kann Perioden bis zu einer Höhe von 50 verwenden. Ein einfacher gleitender Durchschnitt wird am häufigsten verwendet, aber wenn man die Empfindlichkeit erhöhen möchte, kann man einen exponentiellen, wenn man sie verringern möchte dagegen einen geglätteten Durchschnitt wählen

Die ursprüngliche Theorie zielte primär auf Aktien. Idealerweise sollten die Bands sehr eng beieinander liegen und das Chart ein seitwärts gerichtetes Muster aufweisen. Wenn der Preis ausserhalb eines Bollinger Bands schliesst, wird eine Position in Richtung des Ausschlages angenommen. Dies kann sowohl für Ausschläge nach oben als auch nach unten verwendet werden. Man sollte beachten, dass bei Futures wesentlich mehr falsche Ausschläge vorkommen, besonders in Bezug auf  Intraday Trading, deshalb sollten Sie in diesem Fall parallel eine andere Analysemethode verwenden, um die Ausschläge zu testen und zu bestätigen.

Die Formel zur Berechnung der Bollinger Bands :

Formel:
MA = (P1+ ... + Pn)/n
Pn = Preis am nten Intervall
n = Anzahl der Intervalle

Den gleitenden Durchschnitt (MA) von jedem Punkt (p) abziehen, der zur Berechnung des gleitenden Durchschnitts verwendet  wurde. Dies ergibt eine Liste von Abweichungen (d) vom Durchschnitt: Abschliessend berechnen drei Bollinger Bands unter Verwendung der folgenden Formeln:
Oberes Band = MA + 2s
Mittleres Band = MA
Unteres Band = MA -2s

Die Bänder müssen sich jeweils in der dem Tend entgegengesetzten Richtung bewegen. In einem Abwärtstrend wird der erste Teilausstieg angezeigt, wenn das obere Band sich nach unten richtet. Dies geschieht normalerweise sobald der Trend schwächer wird und eine Seitwärtsbewegung des Preises beginnt. Der zweite Ausstieg tritt ein, wenn sich das untere Band aufwärts wendet. Sie können nicht immer vorhersehen, welcher der Ausstiege die besten Erträge erwirtschaftet. Falls es sich um einen kurzfristigen Trend oder einen falschen Ausschlag handelt, könnte der erste Ausstieg noch einen Profit abwerfen. Falls der Trend sich aber als vertikal erweist, werden beide Bänder weiterhin expandieren und so anzeigen, dass Sie in der Bewegung bleiben sollten. Wenn der Trend sich als stark aber nicht explosiv erweist, wird der zweite Ausstieg am besten funktionieren. Sobald der erste Ausstieg aktiviert ist, wird Ihr Stop wieder zur ursprünglichen Ausgangsposition zurückgesetzt.

Bollinger Bands geben keine absoluten Kauf- oder Verkaufsignale, aber viele Händler verwenden die folgenden Regeln:

Vier grundlegende Strategies zum Traden mit den BollingerBands:

Strategy I:  Traden entlang der Bänder

 

Strategy II: Ausbrüche aus Engpässen

Strategy III: Swing-Traden innerhalb der Bänder

Strategy IV: Traden von Mustern mit Bollinger-Bändern

BollingerBands und Zyklische Analyse

                                                 Die Verbindung von Bändern und Oszillatoren

Die Addition der Wahrscheinlichkeiten

Grundsätzlich gehen sowohl die Bänder als auch die Oszillatoren von den Preisbewegungen aus,daher sind die Wahrscheinlichkeiten nicht unabhängig voneinander,sie addieren sich also nicht.Allerdings messen Oszillatoren und Bänder zumindest teilweise etwas Unterschiedliches,man kann also durchaus von einer teilweisen Addition der Wahrscheinlichkeiten ausgehen.Nun besitzen manche Bollinger-Signale eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit,gehen die Bollinger-Bänder z.B. waagerecht seitwärts,dann ist die Wahrscheinlichkeit,dass die Kurse wenden,wenn sie ein Bollinger-Band erreichen,schon über 90%.Befindet sich nun noch zusätzlich der Oszillator entweder in einem Extrembereich oder ist er sehr weit entfernt von seiner Trigger-Linie,z.B. einem GD von ihm,so erhöht sich durchauch noch die Wahrscheinlichkeit bis nahe 100.Anders sieht es natürlich aus,wenn die Bollinger-Bänder steil ansteigen oder steil fallen und die Kurse an den äusseren Linien entlang rutschen,während der Oszillator im Extrembereich verbleibt.Man darf das Ganze als nicht schematisch betreiben,sondern muss immer die Gesamtsituation betrachten.Besonders durch das Filtern der Oszillator-Signale mit Hilfe der Bollinger-Bänder erreicht man eine deutliche Erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit

Anwendungen bei Futures und Optionen

Ergänzung durch Quasi-Divergenzen

Darunter versteht man,dass sich die Kurse und der Indikator zwar in die gleiche Richtung bewegen,aber in der Regel der Indikator wesentlich stärker ist,also eine steilere Trendlinie aufweist.An und für sich hat dies nicht viel zu sagen,es kann sich durchaus um ein Artefakt handeln.Befinden sich aber z.B. in beiden Fällen die Kurse an derselben Linie eines Bollinger-Bandes,ist eine solche Quasi-Divergenz ein Zeichen dafür,dass der Trend weitergehen wird.
Beispiel: der Dow ist auf 10654 gestiegen und hätte dort etwas ausserhalb der
Bollinger-Bänder einen Gipfel gemacht.Dann sei er abgesunken auf 1200 und danach wieder auf 10590 gestiegen.Hier erreicht er wieder das obere Bollinger-Band.Verbindet man die beiden Gipfel,so bildet sich nur eine schwach abwärts führende Trendlinie.Dagegen hätte das Ultra Smooth Momentum beim ersten Mal einen Wert von fast 100 erreicht,beim zweiten Mal nur einen Wert von knapp 50.Hier bildet sich also eine stark abfallende Trendlinie. In Zusammenhang mit der Tatsache,dass die Kurse jeweils am Bollinger-Band sind,ist dies ein starker Hinweis darauf,dass die Kurse wieder zurückfallen werden,also ein Bärensignal.

Verbindung mit der Zyklischen Analyse:


Handelssystem mit BollingerBands:

Dieses Handelssystems auf  Basis der Bollinger Bands soll die charakteristischen Eigenschaften dieses Systemtyps darstellen. Grundlage der Bollinger Bands ist ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA=Simple Moving Average). Als Periodenlänge im Bereich der mittelfristig orientierten Systeme hat sich für diesen SMA eine Einstellung von 20 Bars bewährt. Zu diesem SMA wird nun ein Element aus der Statistik hinzugefügt: die Standardabweichung. Die Standardabweichung ist ein Streuungsmass, welches die Schwankungsintensität von Preisdaten darstellt. Unter Einbeziehung der Zeit wird aus der Standardabweichung die Volatilität von Aktien oder Futures errechnet.

Beträgt für eine Aktie der Wert einer Standardabweichung z.B. 2%, dann bedeutet dies, dass 68% der untersuchten Werte in einem Intervall von ±2% um den Mittelwert für diesen betrachteten Zeitraum lagen. Beträgt der Wert der doppelten Standardabweichung 2%, dann lagen immerhin schon 95% im gleichen Intervall.

Die Bollinger Bands werden meistens mit eben dieser doppelten Standardabweichung berechnet. Dazu wird der Wert der doppelten Standardabweichung einmal zu dem eingangs erwähnten SMA addiert und einmal davon abgezogen. Daraus ergibt sich eine Hüllkurve, die für 95% aller Kurswerte die obere und untere Begrenzung darstellen. Ob zur Berechnung der Bollinger Bands die Preisdaten oder die Daten eines Indikators herangezogen werden, spielt keine Rolle. John Bollinger selbst arbeitet mit Bollinger Bands auf den RSI und das OBV (On Balance Volume). In folgender Graphic  ist der Kurs des Japanischen YEN mit Bollinger Bands sowohl auf die Preiskurve als auch auf das OBV dargestellt

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Interpretation der Bollinger Bands:

Der Vorteil der Bollinger Bands liegt nun darin, dass durch die Hüllkurve die relative Lage der Kurse bezüglich des Niveaus der Volatilität angezeigt wird. Liegen die Bänder eng beieinander, dann ist die Volatilität sehr gering, gehen die Bänder auseinander, dann steigt auch die Volatilität. Sehr schön ist dieser Effekt beim YEN im Oktober 98 zu sehen: mit dem Ausbruch des YEN wird auch der Abstand zwischen oberem und unterem Band explosionsartig grösser. Zu beachten ist dabei, dass sich das untere Band nicht in Trendrichtung, sondern gegen die Trendrichtung ausweitet. Weiterhin ist deutlich zu erkennen, dass die meisten Kurse innerhalb des oberen und unteren Bandes liegen. Dies war durch die Wahl der doppelten Standardabweichung auch so gewollt. Wird als Berechnungsgrundlage lediglich die einfache Standardabweichung gewählt, so werden lediglich etwa 68% der Preisdaten innerhalb der Bollinger Bands liegen , wie aus folgender Graphic ersichtlich.

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Die Charakteristik der Bollinger Bands führt nun zu zwei unterschiedliche Interpretationen und damit auch Systemansätzen. Dies ist zum einen der Trendfolgeansatz und zum anderen der Countertrendansatz. Der Trendfolgeansatz geht davon aus, dass nach einer Phase geringer Volatilität und somit geringer Preisbewegung ein neuer Trend durch einen Ausbruch aus dieser lethargischen Phase eingeleitet wird. Da sich dieser Ausbruch plötzlich und ohne Vorankündigung vollzieht, durchstossen die Preisdaten aufgrund der Trägheit der Bollinger Bands - diese können erst nach erfolgtem Ausbruch auf dieses Ereignis reagieren - entweder das untere oder das obere Band (in erster Graphic durch die roten und blauen Pfeile gekennzeichnet). Dieser Ausbruch wird trendfolgend gehandelt, d.h., es werden Positionen in Richtung des Ausbruchs aufgebaut, da eine Fortsetzung dieses neuen Trends angenommen wird. Der Nachteil dieses Ansatzes liegt darin, dass die Märkte erfahrungsgemäss in 70% der Zeit keinen eindeutigen Trend aufweisen. Somit ist die Gefahr eines Fehlsignals auch sehr hoch, so dass mit einer Trefferquote von unter 50% gerechnet werden muss. Die richtigen Signale sollten dann allerdings die grossen Trends einfangen und entsprechend Profit erwirtschaften. Der Nachteil des Trendfolgeansatzes ist die Grundidee des Countertrendansatzes: da die Märkte die meiste Zeit kein eindeutiges Trendverhalten aufweisen und die Berechnung der Bollinger Bands darauf ausgelegt ist, dass 95% aller Kurse innerhalb der Bänder liegen, wird eine Shortposition beim Durchstossen des oberen Bandes und eine Longposition beim Durchstossen des unteren Bandes initiiert. Dieser Ansatz funktioniert hervorragend in Seitwärtsphasen. In aller Regel werden aber in starken Trends hohe Verluste produziert.